Häufig gestellte Fragen

Es gibt immer ein erstes Mal: An dieser Stelle möchte ich Ihnen typische Fragen beantworten, die Ihnen mehr über meine Tätigkeit verraten. Nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf, wenn Sie weitere Fragen haben oder Ihre Frage nicht ausreichend beantwortet wurde.

 

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie bedeutet wörtlich übersetzt Behandlung der Seele beziehungsweise von seelischen Problemen. Sie bietet Hilfe bei Störungen des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns. Dazu zählen psychische Störungen wie Ängste, Depressionen, Essstörungen, Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, Süchte und Zwänge.

Darüber hinaus wird Psychotherapie bei psychosomatischen Störungen angewandt.

Was versteht man unter Psychosomatik?   

Der Begriff Psychosomatik bringt zum Ausdruck, dass die Psyche (=Seele) einen wechselwirkenden Einfluss auf den Körper hat.

Wie komme ich zu einer Psychotherapie?

Sie können telefonisch oder per Email mit dem/der TherapeutenIn Ihrer Wahl Kontakt Aufnehmen und einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Die Therapiedauer hängt von der Schwere des jeweiligen Leidens und vom persönlichen Fortschritt ab. Sie dauert in der Regel so lange, bis die ursprünglichen Beschwerden befriedigend verändert werden konnten.

Wie häufig finden Sitzungen statt und wie lange dauert eine Sitzung?

In der Regel werden die psychotherapeutischen Sitzungen einmal pro Woche, wenn sie eine intensivere Begleitung wünschen, meist aber im systemischen Ansatz vierzehntägig abgehalten. Möglichst am gleichen Wochentag zur selben Uhrzeit durchgeführt. Einzelsitzungen dauern 50 Minuten, Doppelsitzungen (z.B. bei Paar- oder Familientherapie) dauern 100 Minuten.

Was genau ist der Unterschied zwischen Psychotherapeut, Psychiater, Neurologe und Psychologe?

Die Berufsbezeichnung Psychotherapeut bzw. Psychotherapeutin ist in Österreich geschützt d.h., nicht jeder darf sich so nennen. Insbesondere seit dem Bestehen des Psychotherapiegesetzes 1991 ist die Voraussetzung zur Erlangung des Titels eine mehrjährige, sehr intensive Ausbildung, die die Basis für verantwortliche und seriöse Psychotherapie schafft.

Der/Die PsychiaterIn (= Facharzt für Psychiatrie) hat nicht unbedingt eine psychotherapeutische Ausbildung, sondern ist auf die Diagnose, Behandlung, Prävention und Rehabilitation schwerer psychischer Erkrankungen (wie Persönlichkeitsstörungen und Psychosen) spezialisiert, wobei er hauptsächlich auf medikamentöse Behandlung durch Psychopharmaka setzt.

Der/Die NeurologeIn (= Facharzt für Neurologie) konzentriert sich auf neurologische Nervenerkrankungen und hat ebenso wie der Psychiater nicht unbedingt eine psychotherapeutische Ausbildung. Der Neurologe behandelt häufig nicht selbst, sondern nimmt in erster Linie medizinisch/neurologische Diagnosen und darauf basierende Verschreibungen weiterer Therapiemaßnahmen vor. Auch sein Ansatz wird dabei meist vorwiegend auf medikamentöser oder anderswertiger organisch-medizinischer Behandlung basieren.

Der/Die PsychologeIn beschäftigen sich mit dem Erleben, Verhalten und Bewusstsein des Menschen, und erforschen seelische Vorgänge. Ihre Arbeitsgebiete betreffen die Prävention seelischer Störungen, die klinisch-psychologische Diagnostik und die psychologische Beratung. Sie haben nicht unbedingt auch eine psychotherapeutische Ausbildung.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Die WGKK, NÖGKK und SVA refundieren derzeit seit 1992 € 21,80 pro Sitzung. Die BVA refundiert Ihnen € 40,00, VAEB € 28,00  und die SVB refundiert Ihnen € 50,00. Das gilt nicht für Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision.

Psychotherapie gilt als selbstständige Leistung dh. der Klient bezahlt die Psychotherapie selbst. Die Honorare bewegen sich derzeit in etwa zwischen 80 € und 150 € für eine Einzelsitzung von 50 Minuten. Diese Vorgangsweise bewährt sich insbesondere dann, wenn Interesse an größtmöglicher Anonymität besteht, da dabei lediglich ein Behandlungsvertrag zwischen Psychotherapeuten und Klienten besteht.

Psychotherapie bei Psychotherapeutinnen in Ausbildung unter Supervision -was ist anders?

Bei einem/einer Psychotherapeuten/In in Ausbildung unter Supervision, liegt die Honorarnote mit EUR 40,- bis EUR 60,- meist deutlich unter derer eingetragener PsychotherapeutInnen. Die Krankenkasse übernimmt hier daher auch keinerlei Kosten.

Was ist der Unterschied zwischen Beratung, Behandlung und Psychotherapie?

Lebens- und Sozialberatung ist die professionelle Beratung und Betreuung von Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen. Sie tragen dazu bei, belastende und schwer zu bewältigende Situationen zu erleichtern, zu verändern und einer Lösung näher zu bringen. Lebens- und SozialberaterInnen sind zur psychologischen Beratung mit Ausnahme der Psychotherapie berechtigt, aber sie dürfen ausschließlich mit gesunden Personen arbeiten.

Wer darf beraten? Ärzte, Psychotherapeuten, Klinische und Gesundheitspsychologen und Lebens- und SozialberaterInnen.

Behandlungsmaßnahmen können als Einzel-, Paar- oder Gruppentherapeutische Interventionen erfolgen und setzen spezifische Qualifikationen voraus. Sie erfordern ein entsprechendes Behandlungssetting wie einen Behandlungsvertrag und eine festgelegte Behandlungsdauer.

Wer darf behandeln und beraten (jeweils im Rahmen des gesetzlichen Berufsbildes)?  Ärzte, Psychotherapeuten, Klinische Psychologen und nur unter bestimmten Voraussetzungen Gesundheitspsychologen.

Psychotherapie dürfen nur dafür ausgebildete Psychotherapeuten oder Ärzte mit entsprechender Therapieausbildung anbieten.

Scheint meine Psychotherapie irgendwo auf?

Psychotherapeuten selbst sind an eine sehr strenge Schweigepflicht gebunden, und dürfen in der Regel nicht einmal vor Gericht Therapieinhalte preisgeben. Das Datenschutzgesetz Österreichs, verbietet es darüber hinaus auch den Krankenkassen, Informationen über Ihre Psychotherapie weiterzugeben.

Was muss ich tun, damit ich die Kosten für Psychotherapie durch meine Kasse rückverrechnen kann?

Sie müssen vor dem zweiten Besuch bei Ihrer TherapeutIn eine ärztliche Bescheinigung beibringen und rechtzeitig vor der 11. Sitzung einen schriftlichen Antrag (mittels Vordrucks, den Ihr/e TherapeutIn zur Verfügung stellt) bei Ihrer Kasse einbringen. Eingereichte Honorarnoten müssen einen Saldierungsvermerk (Zahlungsbestätigung) aufweisen, oder eine Zahlungsbestätigung (bei Banküberweisung) muss beigelegt werden.

Unter welchen Voraussetzungen werden die Kosten für meine Psychotherapie zur Gänze durch die Kasse übernommen ("Therapie auf Krankenschein")?

Die Kassen stellen derzeit nur sehr begrenzte Kontingente für die Vollverrechnung zur Verfügung. Ihr/e TherapeutIn mit Kassenplätzen kann Ihnen nur nach Maßgabe verfügbare Plätze anbieten. Die Verrechnung über den Krankenversicherungsträger anbieten, es kann dabei zu längeren Wartezeiten kommen. Sie können diese Wartezeit nutzen: bei einer geplanten Dauer der Behandlung über 30 Sitzungen bzw. bei Behandlungen von Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren ist für die Kostenübernahme die vorherige Diagnostik durch eine/n klinische PsychologIn Voraussetzung. 

Ist die erste Sitzung bei meinem Psychotherapeuten/meiner Psychotherapeutin kostenlos?

Da das Erstgespräch in der Psychotherapie in der Regel sehr aufwendig ist, ich reserviere für Sie meine Zeit daher kann es nicht kostenlos angeboten werden. Oft können jedoch wichtige Fragen bereits bei der telefonischen Anmeldung oder per Email geklärt werden. Erstgespräche im Einzelsetting dauern bei mir in etwa 1,5 Stunden und ich verrechne Ihnen nur eine Stunde.

Was besagt die Absageregelung in der Psychotherapie?

In der Psychotherapie gilt wie in den meisten beratenden Dienstleistungsberufen, diversen Fachärzten die so genannte "Absageregelung", d.h., Termine müssen von Ihnen rechtzeitig innerhalb von 24 Stunden abgesagt werden, damit ich im Sinne aller Klienten/Innen eine möglichst effiziente Zeitplanung treffen kann.

Wie ist das bei einer Paartherapie - wer kommt zur Sitzung?

Bei Paartherapien ist es manchmal nicht sicher, ob auch beide Partner zum Erstgespräch kommen. Um möglichst beide Sichtweisen aber auch Erfahrungen miteinander einbeziehen und hören zu können, wäre es natürlich sinnvoll und wichtig, wenn auch beide Partner zum vereinbarten Erstgespräch kommen. Bei Paartherapien haben der Ausgewogenheit halber nur Doppelstunden Sinn.

Während einer laufenden Paartherapie kann es allerdings durchaus vorkommen und auch sinnvoll sein, dass nur einer des Paares für einen bestimmten Zeitraum zu Einzelgesprächen kommt.

Das  größte  Geschenk, das ich von

jemandem   bekommen   kann,   ist,

dass   er    mich  sieht,  mir   zuhört,

mich   versteht  und  mich   berührt.

 

Das  größte   Geschenk,  das   ich

einem  anderen Menschen machen

kann, ist, ihn zu sehen,ihm zuzuhören,

ihn zu verstehen und ihn zu berühren.

 

Wenn das gelingt, habe ich das

Gefühl, dass wir uns wirklich

begegnet sind.

 

                         (Virginia Satir)                                        

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 Alles wirkliche Leben ist Begegnung.

(M. Buber)